Auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 04. Juni 2025 präsentierte sich die Altonaer Koalition aus Grünen, CDU und FDP wieder einmal nicht bereit zu Kompromissen oder Gesprächen mit den Anwohnern: der Entwurf des Investors Otto Wulff zur Innenhofbebauung wurde durchgewunken und ist Basis des weiteren B-Plan-Verfahrens.
Vorschläge der Oppositionsparteien SPD, Linke und VOLT zu einem Kompromiss und entsprechenden Gesprächen mit den Anwohnern wurden abgebügelt. Ein Innenhof, der nur durch wenige Zufahrten durch Rand-Gebäude zugänglich ist, soll also mit 4 Vollgeschossen plus einem Staffelgeschoss und über 150 Wohneinheiten bebaut werden! Erwärmung und Mikroklima, Verschattung oder die Feuerwehr- und Rettungswege: nichts davon stellt nach Meinung der Grünen – Wortführer der Koalition – ein Problem dar!
Legt man den vom Statistikamt Nord für Ottensen ermittelten Durchschnitt von 1,6 Personen pro Haushalt und 257 Pkw pro 1000 Einwohner zu Grunde, muss man bei der vorgesehenen Bebauung mit mindestens 240 Bewohnern rechnen, die über 62 PKW verfügen. Nun sollen die künftigen Bewohner „autofrei“ sein, was den Verzicht auf Stellplätze rechtfertigt. Da jedoch niemandem das Recht verwehrt werden kann, ein Auto zu besitzen, sollen die neuen Bewohner zumindest keinen Anwohnerparkausweis erhalten. Dieses Verfahren ist rechtlich „Neuland“ und es ist nicht auszuschließen, dass zumindest einige der neuen Anwohner den Parkausweis einklagen. Gedränge in der Parkzone ist dann vorprogrammiert.
Breitbeinigkeit unterlegt mit Beschönigen und Augenwischerei scheint der neue bevorzugte Politikstil zu sein.
