Liebe Nachbar*innen

wir hoffen, ihr seid weiterhin gesund und munter und trotzt der Pandemie. Wir werden noch durchhalten müssen. Auch die Seuche der Immobilienspekulation tobt weiter durch die Stadt. Vor allem werden Grundstücke weiterverkauft, von einem Spekulanten zum nächsten. So im Holstenquartier, so offenbar auch hier in der Friedensallee neben dem Pennymarkt. Die Bodenpreise steigen dabei sprunghaft, die Zeche zahlen die künftigen Bewohner. Auch die Flächen in unserem Innenhof, die bisher Herrn Gloe gehörten, sind offenbar verkauft worden. Wir wissen allerdings noch nicht, wer der neue „Investor“ ist. Habt ihr Informationen? Dann gebt uns bitte Bescheid.

Auch in der weiteren Nachbarschaft ist Spekulatius aktiv. Die mit uns befreundete Initiative Bahrio 68 an der Leverkusenstraße kämpft seit Jahren für eine maßvolle und sozial verträgliche Bebauung des dortigen Innenhofs, genau wie wir von OTTE60. Als sie ein Volksbegehren dazu anmeldeten, wies der Staatsrat Kock das Bezirksamt Altona noch am selben Tag an, die Planung des Investors trotzdem durchzuziehen. Die sogenannte „Bürgerbeteiligung“ erweist sich immer wieder als Fake. Intern sprechen Politik und Verwaltung von „Akzeptanzmanagement“, das ist immerhin ehrlicher. Klar ist: Geschenkt wird uns nichts. Wären wir nicht vor sieben Jahren, im November 2013, mit 80 Anwohnerinnen und Anwohnern beim Planungsausschuss erschienen, so wäre unser Innenhof vielleicht jetzt schon mit Luxusappartement zugebaut. Gewinnen können wir, die Bürgerinnen und Bürger, am Ende nur gemeinsam.

Im Anhang findet ihr einen aktuellen Brief von Bahrio 68 an die Bezirksamtsleiterin. Bleibt weiter standhaft und gesund!

Herzliche Grüße

Hannes Classen

Für den Arbeitsausschuss von OTTE60

20201111 OffenerBrief_vonBerg, Bahrio68

2 Gedanken zu „Liebe Nachbar*innen“

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