Aktuelles

Neue Entwicklungen bei der Innenhofbebauung im Stadtentwicklungsausschuss am 15.04.2!

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, Unterstützerinnen und Unterstützer,

am 1.4.26 hat sich der Stadtentwicklungsauschuss Altona erneut mit der Planung für unseren Innenhof befasst. Herr Pelio von der Fa. Wulff stellte einen geringfügig abgespeckten Plan vor. Die wesentlichen Veränderungen im Detail:

  • Das Gebäude auf der Ostseite, parallel zur großen Brunnenstraße, soll von 3 Geschossen plus Staffel auf 3 Geschosse ohne Staffel reduziert werden.
  • Die ursprünglich als „Kopfgebäude“ in der Hofeinfahrt Große Brunnenstraße geplante Kita entfällt, da nach Aussage des Bezirksamtes kein entsprechender Bedarf besteht.
  • Der parallel zum Hohenzollernring geplante Gebäuderiegel soll geringfügig verkleinert und ostwärts verschoben werden – dadurch soll die Verschattung der Gebäude am Hohenzollernring verringert werden.
  • Der südliche Baukörper, parallel zur Seniorenwohnanlage Behringstraße, soll auf der Ostseite verkürzt werden.

Alles andere bleibt, soweit es die Gebäude betrifft. Die Bauhöhe liegt bei den meisten Gebäuden weiterhin bei ca. 15 m, mit 4 Geschossen plus Staffelgeschoss (5. Geschoss, etwas kleiner). Die Gesamtbaumasse der neuen Gebäude im Innenhof würde sich von ursprünglich 15.050 qm auf 13.155 qm Bruttogeschossfläche verringern. Das wären 12,6% weniger als ursprünglich vorgesehen, aber erheblich mehr als der Kompromissvorschlag von SPD, LINKEN und VOLT, auf den wir uns schweren Herzens eingelassen hatten. Die Gesamtzahl der neuen Wohnungen reduziert sich von ca. 150 auf ca. 135 Wohnungen, was nach Rechnung der Fa. Wulff „25 Wohnungen weniger“ sind (???) Für Details zum Plan von O. Wulff bitte diesem Link folgen!

Eine Planung für die Freiflächen liegt nach Aussage der Fa. Wulff noch nicht vor. Das Bodengutachten – erforderlich aufgrund der Verseuchung des Erdbodens durch die früher im Innenhof befindliche Tankstelle – liegt ebenfalls noch nicht vor. Es finden immer noch Bohrungen statt.

LINKE und SPD kritisierten das mangelnde Entgegenkommen der Fa. Wulff und verwiesen auf ihren Kompromissvorschlag und unsere Zustimmung dazu. GRÜNE und FDP verteidigten den neuen Wulff-Plan. Die Vertreter:innen der CDU lehnten sich zurück und äußerten sich mit keinem Wort, die Verteidigung des Plans überließen sie GRÜNEN und FDP. Die VOLT-Fraktion kritisierte den Plan, erklärte sich aber bereit zuzustimmen, wenn weitere Veränderungen vorgenommen würden, darunter der Verzicht auf das Staffelgeschoss für den südlichen Gebäuderiegel. Die AfD forderte eine Tiefgarage.

Am Mittwoch, 15.4.26, 18 Uhr tagt der Stadtentwicklungssauschuss erneut,

diesmal im Kollegiensaal des Rathauses Altona, also nicht im Technischen Rathaus.

Nach dem bisherigen Abstimmungsverhalten der Parteien rechnen wir damit, dass GRÜNE/CDU/FDP den neuen Wulff-Plan mit ihrer 1-Stimmen-Mehrheit als Grundlage des weiteren Verfahrens durchwinken. Wenn kein Schnellverfahren im „Bauturbo“ erfolgt (wofür es bislang kein Anzeichen gibt), würde der Plan dann öffentlich ausgelegt und wir können Einsprüche einlegen. Unsere Präsenz als Anwohnende und Solidargemeinschaft bleibt weiterhin wichtig. 

Es wird spannend im Stadtentwicklungsausschuss am 01.04.26!

Nach längerer Pause kommen wieder die Pläne von Otto Wulff zur Innenhofbebauung Friedensallee/Hohenzollernring/Große Brunnenstraße im Stadtentwicklungsausschuss zur Sprache. Referenten von Otto Wulff werden ihre Vorstellungen vortragen. Welche Inhalte vorgetragen werden wissen wir nicht.

Möglicherweise wird Otto Wulff die Anwendung des sogenannten „Bauturbo“ nach §246e Bundesbaugesetz zur Sprache bringen. Dieser erlaubt zur Förderung des Wohnungsbaus den Verzicht auf einen Bebauungsplan und erlaubt nach kurzer 3-monatiger Prüfung direkt die Erteilung einer Baugenehmigung. Damit werden Beteiligungsrechte der Anwohner deutlich eingeschränkt – sofern die Gemeinde dem zustimmt.

Hier gilt es aufzupassen damit unsere Interessen als Anwohner nicht untergehen. Der kommende Mitwoch ist also ein wichtiger Termin und es ist sinnvoll, dass möglichst viele Anwohner erscheinen.

Termin: Mittwoch, 01.04.2026, 18:00 Uhr
Ort: Sitzungsraum des Technischen Rathauses (EG), Jessenstraße 1, 22767
Hamburg (Zugang über Nebeneingang Parkplatz Grotjahnstraße), Bus 16 und 12 bis Große Bergstraße.

Link zur Tagesordnung

Stadtentwicklungsausschuss behandelt neue Regelungen im Bundesbaugesetz am 18.02.26: Was bedeutet das für uns?

In der nächsten Sitzung am 18.02.26 behandelt der Stadtentwicklungsausschuss öffentlich den Umgang mit den neuen Regelungen im Bundesbaugesetz im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan „Bahrenfeld 68“.

Wie bei uns geht es dabei um eine Innenhofbebauung, die extrem eng und hoch geplant istr. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat den Bebauungsplan am 04.09.25 für unwirksam erklärt (Urteil kann unter justiz.hamburg.de/gerichte/oberverwaltungsgericht/entscheidungen AZ: 2 E3/23.N abgerufen werden). Allerdings ist eine Bebauung des Bahrenfelder Innenhofes damit nicht endgültig gestoppt, denn es ist möglich einen neuen Bebauungsplan in veränderter Form vorzulegen.

Eine Änderung im Bundesbaugesetz (§ 246e) ermöglicht es neuerdings, Bauvorhaben durch Ausschaltung vieler gesetzlicher Regelungen beschleunigt zu verabschieden. Wir befürchten, dass dadurch die Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte der Bürger erheblich eingeschränkt werden.

Es wird daher interessant sein zu sehen, wie sich Behörden und Fraktionen im Bezirk zu den neuen Gesetzesregelungen und den Konsequenzen aus dem OVG-Urteils positionieren. Position und Forderungen der Initiative „Bahrio68“ stehen hier!

„Bahrenfeld 68“ ähnelt in vielerlei Hinsicht „Ottensen 60“. Was dort geschieht betrifft daher auch uns!

Kommt daher zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Mittwoch 18.02.26, um 18.00h im Sitzungsraum des Technischen Rathauses (EG), Jessenstraße 1, 22767 Hamburg (Zugang über Nebeneingang Parkplatz Grotjahnstraße).

Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 04.02. – kommt zahlreich!

Am Mittwoch 04.02.26 findet um 18.00h im Technischen Rathaus Altona die nächste Sitzung des Stadtplanungsausschusses statt. Die Inititiative Bahrio 68, die ein ähnliches Anliegen verfolgt wie wir, bittet um Unterstützung und zahlreiches Erscheinen.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht kürzlich den Bebauungsplanentwurf „Bahrenfeld 68“ kassiert hat, besteht Anlass zur Befürchtung, dass Politik und Verwaltung einen modifizierten B-Plan unter Nutzung des neuen  § 264e BauGB – vermarktet als „Bauturbo“ – und unter Ausschluss der betroffenen AnwohnerInnen durchbringen wollen.

Wir wollen die Inititiative Bahrio 68 unterstützen und durch zahlreiches Erscheinen Information und Bürgerbeteiligung einfordern.

Das Technisches Rathaus befindet sich in der Jessenstraße 1, 22767 Hamburg (Zugang über Nebeneingang Parkplatz Grotjahnstraße), gut erreichbar mit den Buslinien 16 und 12.

Grüne, CDU, FDP bleiben auf Investorenkurs bei „Ottensen 60“

Auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 04. Juni 2025 präsentierte sich die Altonaer Koalition aus Grünen, CDU und FDP wieder einmal nicht bereit zu Kompromissen oder Gesprächen mit den Anwohnern: der Entwurf des Investors Otto Wulff zur Innenhofbebauung wurde durchgewunken und ist Basis des weiteren B-Plan-Verfahrens.

Vorschläge der Oppositionsparteien SPD, Linke und VOLT zu einem Kompromiss und entsprechenden Gesprächen mit den Anwohnern wurden abgebügelt. Ein Innenhof, der nur durch wenige Zufahrten durch Rand-Gebäude zugänglich ist, soll also mit 4 Vollgeschossen plus einem Staffelgeschoss und über 150 Wohneinheiten bebaut werden! Erwärmung und Mikroklima, Verschattung oder die Feuerwehr- und Rettungswege: nichts davon stellt nach Meinung der Grünen – Wortführer der Koalition – ein Problem dar!

Legt man den vom Statistikamt Nord für Ottensen ermittelten Durchschnitt von 1,6 Personen pro Haushalt und 257 Pkw pro 1000 Einwohner zu Grunde, muss man bei der vorgesehenen Bebauung mit mindestens 240 Bewohnern rechnen, die über 62 PKW verfügen. Nun sollen die künftigen Bewohner „autofrei“ sein, was den Verzicht auf Stellplätze rechtfertigt. Da jedoch niemandem das Recht verwehrt werden kann, ein Auto zu besitzen, sollen die neuen Bewohner zumindest keinen Anwohnerparkausweis erhalten. Dieses Verfahren ist rechtlich „Neuland“ und es ist nicht auszuschließen, dass zumindest einige der neuen Anwohner den Parkausweis einklagen. Gedränge in der Parkzone ist dann vorprogrammiert.

Breitbeinigkeit unterlegt mit Beschönigen und Augenwischerei scheint der neue bevorzugte Politikstil zu sein.

Stadtentwicklungsausschuss wertet am 04. Juni die ÖPD aus – seid dabei!!

Die Auswertung der öffentlichen Plandiskussion zum Bebauuungsplan „Ottensen 60“ ist Tagesordnungspunkt auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 04. Juni 2025 um 18.00h im Sitzungsraum des Technischen Rathauses (EG), Jessenstraße 1, 22767 Hamburg (Zugang über Haupteingang Jessenstraße).

Die Sitzung ist öffentlich und sicherlich für alle Anwohner von großem Interesse, die Einwände gegen Planung von Otto Wulff für eine dichte und hohe Bebaung des Innenhofes haben.

Das Protokoll der ÖPD vom 07.05.25 ist hier einsehbar.

Investor Otto Wulf weiterhin nicht zu Kompromissen bereit.

Wie angekündigt fand die „Öffentliche Plandiskussion“ zum Bebauungsplanentwurf der Fa. Otto Wulff am 07.05.25 im Kollegiensaal des Rathauses Altona statt. Mehr als 100 Anwohnende beteiligten sich intensiv an der Diskussion, wobei die bekannten Einwände fachkundig vorgebracht wurden.

Ein Fokus lag dabei auf dem „Backofeneffekt“, die Aufheizung des gesamten Wohnblocks in den Sommermonaten, die durch die extrem dichte Bebauung (5 Gebäuderiegel mit jeweils 5 Geschossen) erwarten ist. Mehrfach kritisiert wurde auch die Unterbringung einer Kita im engen verschatteten Eingangsbereich an der Großen Brunnenstraße, direkt neben der Müllstation, was nicht als kinderfreundliche Lage gelten kann.

Im Namen der von Anwohnenden beauftragten Anwaltskanzlei Günther – die gegen den ähnlich gearteten B-Plan Bahrenfeld 68 einen Baustopp erwirkt hatte – kündigte RA John Peters eine Klage für den Fall an, dass das Bezirksamt die Pläne von Otto Wulff weiter unverändert umsetzt.

Die Vertreter der Fa. Otto Wulff schlossen Veränderungen bei der Baumasse und Gebäudehöhe aus. Auch die Mehrheitsparteien der Bezirksversammlung
– GRÜNE, CDU und FDP – ließen keine Verhandlungsbereitschaft erkennen. SPD, LINKE und VOLT schlossen sich der Kritik der Anwohnenden teilweise an und warben für einen Kompromiss.

Am 27.05.25 wandte sich OTTE60 einmal mehr schriftlich an die Mitglieder der Bezirksversammlung, um für einen Kompromiss hinsichtlich Bauhöhe und Baumasse zu werben und weiterhin die Bereitschaft zu konstruktiven Gesprächen zu bekunden.

Öffentliche Plandiskussion zum Bebauungsplan „Ottensen 60“ findet am 07.05.25 um 19.00h statt!

Ein entscheidender nächster Schritt zum Bebauungsplan „Ottensen 60“ betreffend unseren Innenhof steht bevor:

Die öffentliche Plandiskussion am 07. Mai 2025 um 19.00h im Kollegiensaal des Rathaus Altona!

Vorgestellt und erörtert wird der Plan des Investors Otto Wulff, der eine massive Bebauung mit über 150 Wohneinheiten und einer Bauhöhe von fast 16 Metern bei 4 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss vorsieht.

Kommt zahlreich zu dieser wichtigen Veranstaltung und bringt euch als Anwohner dort ein!

Oberverwaltungsgericht Hamburg setzt Bebauungsplan Bahrio68 außer Vollzug!

Am 31.03.25 hat das Oberverwaltungsgericht Hamburg den Bebauungsplan Bahrienfeld 68 (Bahrio68) vorläufig außer Vollzug gesetzt. Der B-Plan Bahrio68 ähnelt in vielen Punkten der geplanten Innenhofbebauung in unserem Quartier. Daher ist der Beschluss des OVG für uns von großer Bedeutung.

Der Beschluss kann unter dem Link

https://justiz.hamburg.de/resource/blob/1047724/34d4b06b69a5bfb1d2cedc290639045f/2es5-24-n-data.pdf

eingesehen werden.

Die Initiative Bahrio68 kommentiert den Beschluss wie folgt:

„Damit dürfte das seit vielen Jahren umstrittene Bauvorhaben endgültig gescheitertsein. Davon ist jedenfalls die Nachbarschaftsinitiative Bahrenfeld 68 [Bahrio68], die sich von Anfang an gegen das völlig überdimensionierte Bauvorhaben gewandt hat, überzeugt. Das Bezirksamt Altona hatte geplant, den Innenhof Leverkusenstraße/Schützenstraße/Stresemannstraße/ Ruhrstraße mit drei mehrgeschossigen Wohnbauriegeln, die insgesamt 110 Wohnungen aufweisen sollten, zuzubauen und damit einer der wenigen Ruheoasen in diesem stark durch Straßenlärm belasteten Stadtteil zu zerstören. Das Gericht hat gleich mehrere Rechtsfehler gerügt, die den Planern des Bezirksamts unterlaufen waren und die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg der Hauptsacheklage führen werden. Schon vor der Entscheidung hatte der letzte Investor „kalte Füße“ gekriegt und einen zum Zweck der Umsetzung der Planung mit dem Bezirksamt
geschlossen städtebaulichen Vertrag gekündigt.

‚Die im Eilverfahren beanstandeten Fehler sind nach meinem Dafürhalten von so großem Gewicht, dass sie in einem ergänzenden Verfahren nicht mehr heilbar sind. Der Bezirk sollte die Planung aufgeben‘, führt Rechtsanwalt Dr. Ulrich Wollenteit aus, der den erfolgreichen Antragsteller in dem Eilverfahren vertreten hat.“

Auch DIE ZEIT befasst sich in einem längeren Beitrag mit dem Urteil und misst ihm grundsätzliche Bedeutung bei: „Die Bezirke taxieren ihre Straßen und Höfe daraufhin, wo Nachverdichtung möglich ist – je mehr Wohnungen, desto besser. Dass diese Strategie nun gerichtlich gestoppt worden ist, könnte den Bahrenfelder Hinterhof zum Präzedenzfall machen.“ (www.zeit.de/hamburg/2025-04/wohnungsbau-hamburg-bahrenfeld-gerichts-stoppt-neubau/)

Pressetermin von Otte60 am 09. Februar 2025

Am Sonntag dem 09. Februar veranstaltete die Initiative Otte60 einen Pressetermin am Innenhof, um die Öffentlichkeit über die neuesten Entwicklungen und Beschlüsse der Initiative zu informieren.

Wir von Otte60 haben gezeigt, dass wir im Interesse sachgerechter
Lösungen zu Kompromissen bereit sind. Es ist nun am Investor und den
Verantwortlichen in Parteien und Verwaltung ebenfalls
Kompromissbereitschaft unter Beweis zu stellen.

Hier nun ein Foto vom Pressetermin und der Bericht des Hamburger Abendblatts.